Emotion im Spiel - Das große Runde
Ball - und andere Spiele
»The games must go on.« ?! : Das Schachspiel, allein in der Gefängniszelle & Einzelhölle. Das Spiel, gemeinsam allein im worldwide-Netz. Das philosophische Gedankenspiel des Magister ludi, der also spricht: »Du mußt Dich ändern.« Oder das literarische Aufklärungs- und Planspiel, dass uns ermahnt: »Wacht auf, denn eure Träume sind schlecht.« ?
Gegenüber den Regeln eines Spiels ist kein Skeptizismus möglich.Ist doch die Grundlage, die sie bestimmt, unerschütterlich gegeben. Sobald die Regeln übertreten werden, stürzt die Spielwelt zusammen. Dann ist es aus mit dem Spiel. Die Pfeife des Schiedsrichters hebt den Bann auf und setzt die »gewöhnliche Welt« für einen Augenblick wieder in Gang. Paul Valéry
Die Rolle des inaktiven, aber nicht leidenschaftslosen Mitspielers - seine Faszination, sein Mitfiebern und Mitleiden - erklärt sich aus dem hohen Grad des temporären Identitätstausches im Rausch der Verwandlung im und durch das Spiel. Der Zuschauer kann dem Übertragungsspiel seine ureigensten Wünsche &Verwünschungen zuordnen. Die Angst des Towarts vorm Elfmeter.
Ein weiteres Charakteristikum massenpsychologisch inszenierter Spiele betrifft die passive, duldende Rolle, die der Fan zu spielen hat: Er spielt mit, aber nur passiv und er kann nichts verändern, kann nur in minimalen Grenzen durch gestischen Zuspruch -Beifall, Buhrufe, Fangesang - enthusistischen Optimismus ausstrahlen und bedingt Einfluß nehmen. Der Triumpf des Willens folgt der Regieanweisung der Mächtigen & Spielmacher, die Das Brot der frühen Tage & Spiele massenwirksam inszenieren.
»The games must go on.« ?! : Das Schachspiel, allein in der Gefängniszelle & Einzelhölle. Das Spiel, gemeinsam allein im worldwide-Netz. Das philosophische Gedankenspiel des Magister ludi, der also spricht: »Du mußt Dich ändern.« Oder das literarische Aufklärungs- und Planspiel, dass uns ermahnt: »Wacht auf, denn eure Träume sind schlecht.« ?
