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Öffentliche Spielplätze

Spielplätze - Die Bühnen der Architektur
Architektur als begehbarer Film Schaufenster- Mythen des Alltags

"Ich habe den Auslöser noch nicht betätigt, was nicht heißt, dass ich untätig war. Ich habe mich erstmal inhaltlich mit dem Thema "Spiel und Spielplatz" auseinandergesetzt. Sehr spannend und noch vielseitiger als nach den allerersten Assoziationen. Der Titel der Serie wird auf jeden Fall "PLAYGROUNDS". Da ich noch im Sortierungsmodus bin, kann ich nicht sagen, wie die Motive der Serie aufgebaut werden, aber ich tendiere dazu, das Ganze in Form eines Lebenszyklus aufzubauen. Quasi vom Kleinkind, das mit seinem Schnuller spielt über die typischen Sandkasten-Szenen, die Spielplätze der Jugendlichen (heimliche Treffen in Industrieruinen/ Diskotheken), Spielplätze des Eros, die Bühne als Spielplatz des Musikers/ Schauspielers und eventuell einen oder mehrere Grabsteine als Schlusspunkt der Serie ("Das Spiel ist aus", J.P. Sartre).."
Fotograf Olaf Rauch an den  Kurator der Ruhr Biennale
Jedes Spiel bewegt sich innerhalb seines Spielraumes, seines Spielplatzes, der materiell oder nur ideell, absichtlich oder wie selbstverständlich im voraus abgesteckt worden ist. Die Arena, der Spieltisch, der Zauberkreis, der Tempel, die Bühne, die Filmleinwand, der Gerichtshof, sie sind allesamt der Form und der Funktion nach Spielplätze, d.h. geweihter Boden, abgesondertes, umzäuntes, geheiligtes Gebiet, in dem besondere Regeln gelten.

Die Rennbahn, der Tennisplatz, das auf Pflaster gezeichnete Feld für das Kinderspiel von Himmel und Hölle und das Schachbrett unterscheiden sich  sich formell nicht vom Tempel oder vom Zauberzirkel.                     
Johann Huizinga, Homo Ludens