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Sich entfalten

Permanentszenen des Spiels - Laufstall Heimat - Erziehung der Gefühle
Wo gespielt wird, da sind Möglichkeits- und Wirklichkeitssinn, Zuspruch&Abenteuer, Gestaltungswille & Bewahrungsinstinkt, ist Kulturbewegtheit zugegen, wird tradierte & konditionierte Sinnstiftung & Wirklichkeitsflucht geboten.

Spielzeuge sind Statussymbole & Sehnsuchtverstärker. Auf dem Spielplan moderner Freizeit steht die Zerstreuung, die Kunst der Verwandlung impliziert den Terror der Selbstverwirklichung. Es wird geübt & nachgeahmt, bis die perfekte Beherrschung von Rolle & Instrument, Spiel &Taktik erreicht ist.  Moden & Modelle, Politik der Ekstase, Selbstreferenz & Transzendenz: In der Welt des Spieles kann das ICH heteronym, anonym, pseudonym und ein anderes sein & werden. Aufstiege & Abstürze: In sozialen Schau- Rollen- und Lustspielen spielt der Dahrendorfsche Homo Sociologicus das entfremdete Sehnsuchtbild wettbewerbsorientierter Spielziele & Spielzeuge, die Geschehnisse in Puppenheimen & Programmen nach. Destruktive Spielanweisungen (kämpfe, töte, siege...) bedingen stereotype E-motion.  Im Glanze der Spiele & Siege, getragen von Applaus & Anerkennung, ist die Verführung der Konsumenten groß sich im illusionären Spiegel von Sehnsucht & Optimismus neu entstehn zu sehn. Frauen versuchen ihr Glück, Männer setzen das ihre auf´s Spiel. Die Kinder des Olymps (Les enfants du paradies) spielen mit den Schmuddelkindern. Pop & Mingel bleiben allein zuhaus.    
Katalogtext zur Ruhr Biennale II (Auszug)